Finden Sie Ihre Schmerzdiagnose doch selbst (einfach anklicken)

METATARSALGIE
Schmerz / Schmerzen im mittleren Fuß

Zunächst gute Nachrichten für alle Schmerzpatienten

Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf der Web-Seite der Bundesregierung mit, dass alle gesetzlich Krankenversicherte mittlerweile einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen. Lesen Sie dazu auch einen Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen.

Als Metatarsus wird der zwischen Fußwurzel (Tarsus) und Zehen gelegene, mittlere Fuß bezeichnet. Schmerzen im mittleren Fuß sind demnach eine Metatarsalgie (algie = schmerzhaft). Der vordere Anteil des mittleren Fuß es wird irrtümlicherweise häufig als Vorfuß bezeichnet, denn dieser betrifft eigentlich nur die Zehen.

Eine Metatarsalgie kann von im mittleren Fuß befindlichen Weichteile n, Knochen oder auch (angrenzenden) Gelenke n ausgehen. Zu den Weichteilen zählen Nerven (Mor ton-Neu ralgie siehe weiter unten), Sehnen (Tendinitis), Sehnenscheiden (Sehnenscheidenentzündung bzw. Tendovaginitis), Bänder, Bindegewebsplatte (Fasciitis bzw. Fasciitis plantaris), oder auch Schleimbeutel (Schleimbeutelentzündung bzw. Bursitis).

Nicht selten sindfür eine Metatarsalgie die Knochen ursächlich. Dabei liegt meist als Folge einer Überlastung eine Knochenhautentzündung (Periostitis) vor.
Relativ selten besteht ein Morbus Köhler II. Dabei handelt es sich um einen Um- bzw. Abbau des Knochens am Köpfchen des zweiten Mittelfußknochens (seltener des 3. und 4.). Betroffen ist meist das weibliche Geschlecht, überwiegend zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr, teilweise aber auch älter.

Arthrosen der Zehengrundgelenke können bei entsprechender Schmerzausstrahlung in den mittleren Fuß ebenfalls eine Metatarsalgie hervorrufen.


Die mit Abstand häufigste Ursache für Schmerzen im mittleren Fuß ist die Mor ton Neuralgie, weshalb für diese das Wort Metatarsalgie synonym (= andere Bezeichnung für die gleiche Schmerzerkrankung) verwendet wird.

Bei dieser Metatarsalgie liegt ein Kompressionssyndrom, genauer gesagt, ein Nervenkompressionssyndrom (= ein Krankheitszeichen, das durch mechanischen Druck entsteht) der Plantarnerven (Nn. plantaris medialis et lateralis bzw. N. digitales) (= Nerven im Bereich der vorderen Fußsohle, End äste des N. tibialis) vor, bevorzugt zwischen den Zehen III und IV, aber auch zwischen II und III. Dabei entstehen Neurome (= schmerz hafte, spindelförmigen Auftreibung der beteiligten Nerven). Die Histologie (= Feingewebsuntersuchung) zeigt eine Fibrosierung (= krankhafte Bindegewebsvermehrung) bei chronischer Ischämie (= Minderdurchblutung infolge einer Durchblutungsstörung).
Es liegt also eine durch mechanischen Druck verursachte Nervenreizung vor, hpts. bei Sen
k-/Sp reiz fuß.

Therapie bei Mor ton Metatarsalgie:
Zunächst wird der Orthopäde bei Sen k-/Sp reizfuß geeignete Schuheinlagen verordnen.

Medikamentöse Schmerzbehandlung (alle Formen einer Metatarsalgie)
Bei anfallsartigem Beschwerdecharakter im Sinne einer echten Neu
ralgie ist die Verordnung eines Antikonvulsivums (= ein Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei anfallsartigen Schmerzen wirksam) angezeigt. Als erste Wahl gelten heute Gabapentin oder Pregabalin, als 2. Wahl Carbamazepin. Die Kombination mit Baclofen hilft Gabapentin bzw. Pregabalin oder Carbamazepin einzusparen.
Ansonsten können sog. nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs; möglichst lang wirkende und magen
schonende wie z.B. Meloxicam) versucht werden, zusätzlich Cytidinphosphat in Kombination mit Uridinphosphat (= ein Mittel, das Nervenschäden z.T. wieder regenerieren kann).Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind diesog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib oder Etoricoxib, allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.

Spezielle Schmerztherapie bei Metatarsalgie:
Leider erweist sich die Mor
ton- Metatarsalgie trotz dieser Maßnahmen bisweilen als sehr hartnäckig. In diesen Fällen ist die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) in Form von wiederholten Nervenblockaden des Nervus tibialis (zwischen Innenknöchel und Achillessehne) mit jeweils 2-3 ml z.B. Bupivacain 0,25-0,5% hilfreich.
Bei weiter bestehenden Schmerzen kommt bei der Mor
ton- Metatarsalgie als nächst höhere Therapiestufe die kontinuierliche Blockade des Ischiasnervs (= dieser Nerv versorgt auch den Mitte lfuß) mit Katheter mit gutem Erfolg zum Einsatz.
Bei dieser Betäubungsmethode wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) an der Rückseite des Oberschenkel
s, knapp unterhalb des Gesäß es, dicht an den Ischias nerv eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen zur Verbesserung der Fußstatik (Stabilisierung des Längs- und Quergewölbes) möglich bleiben.
Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Im Falle der Mor
ton- Metatarsalgie ist diese Behandlungsmethode kausal (= gegen die Ursache gerichtet), da die Nervenstörung ja infolge einer verminderten Durchblutung entstanden ist und eine verbesserte Durchblutung auch den Nervenzellstoffwechsel optimiert. Demnach ist diese Therapieform auch beim Morbus Köhler kausal.

Die erwähnten, invasiven (= in den Körper eindringenden) Therapiemethoden der speziellen Schmerztherapie setzen eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in spezialisierten Einrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die kontinuierlichen Blockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in ganz wenigen Schmerzzentren (Schmerzkliniken) durchführbar, so z.B. in Bad Mergen theim.

Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).

Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einemMittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Eine Auswahl weiterer Schmerzthemen
Zu allen Schmerzthemen (734) gelangen Sie hier: www.schmerz.com/schmerzthemen (einfach nur anklicken)

Aktualisiert:>26.07.2008</> kusb&
P Parästhesie, Penisschmerz, Periarthrits humeroskapularis, Periarthropathie (http://www.periarthropathie.eu), Perinealer Schmerz, Periostitis, Phlebitis (www.phlebitis.at), plantare Fasciitis, Polyarthritis (www.poly-arthritis.com), Polyarthralgien, Polymyalgia, Polyneuritis (www.polyneuritis.net), Polyneuropathischer Schmerz, Polyneuropathie (www.polyneuropathie.com), Polyneuropathien, Polyradikulitis, Postpunktioneller Kopfschmerz, Postthrombotisches Syndrom, Posttraumatische Kopfschmerzen, Postzosterische Neuropathie, primärer Gesichtschmerz, Präorgasmuskopfschmerz, primärer Kopfschmerz, Projektionsschmerz, Proktalgie, Protrusion, Pseudoradikuläres Syndrom, Psoriasisarthropathie,
Q Querschnittsyndrom, Querschnittverletzung,
R Rachenschmerzen, Radikuläres Syndrom, Radikulitis, Radikulopathie, Radikulalgie, Rastlose Beine (http://www.rastlose-beine.de), Raynaud-Syndrom (http://www.raynaud-syndrom.info), Referred pain,
Rectumamputation, Restless-leg-Syndrom (http://www.restless-leg-syndrom.eu), Reizkolon (www.reizkolon.com), Rheumaschmerz (www.rheumaschmerz.com), Rippenschmerz, Rückenschmerz (www.xn--rckenschmerz-dlb.com)(1), Rückenschmerz (www.xn--rckenschmerz-dlb.com/rueckenschmerz)(2), Rückenschmerz (3), Rücken-Schmerz-Behandlung, Rückenschmerzen (www.rueckenschmerzen.li)(1), Rückenschmerzen (www.dauerschmerzen.de/rueckenschmerzen)(2), ruheloses Bein, Rundrücken (www.xn--rundrcken-u9a.de), Ruheschmerz

Schmerzklinik (1), Schmerzklinik (2) Schmerzklinik (3)

Impressum

----------------------------------
www.fusschmerzen.de http://www.fusschmerzen.de/fusssohlenschmerzen http://www.fusschmerzen.de/haglundferse http://www.fusschmerzen.de/metatarsalgie http://www.fusschmerzen.de/kalkaneodynie k u

<strong>mittleren Fuß</strong>